Gas-Brennwerttechnologie

Moderne Brenner sorgen für eine bessere Ausnutzung der eingesetzten 'Energie. Wir wollen es ein wenig genauer erläutern: Worauf beruht die bessere Ausnsutzung und wie wird das Prinzip in der Praxis eingesetzt?
Herkömmliche Brenner nutzen die Wärme, die bei der Verbrennung des Gases entsteht. Mit der Brennwerttechnik wird auch die Wärme in Heizleistung umgesetzt, die ansonsten mit den heißen Verbrennungsabgasen ungenutzt durch den Schornstein ginge.

So funktioniert sie

Das technische Prinzip ist einfach. In den Abgasen enthaltener Wasserdampf kondensiert an den vergleichsweise kühlen Rohren eines Wärmetauschers. Dabei wird Wärme frei, die an das Heizungswasser abgegeben wird. Ergebnis: gleiche Temperatur im Heizkreislauf bei geringerem Einsatz wertvoller Energie. Heizsysteme mit Brennwerttechnologie schonen Umwelt und Geldbeutel.







Energiesparend wirkt sich auch die Technik der Modulation aus. Um eine vorgegebene Raumtemperatur zu erreichen, geht ein herkömmlicher Brenner immer wieder aus und an. Der modulierende Brenner dagegen paßt sich dem momentanen Wärmebedarf an. Stufenlos, automatisch, schnell und exakt.






Brennwert rechnet sich

Was bringt´s unter dem Strich?. Im Vergleich zu Heizsystemen konventioneller Bauart sind um 6 bis 17 Prozent niedrigere Heizkosten drin. Gegenüber Altkesseln können es auch 30 Prozent weniger sein.

Wieviel Wärme aus der Kondensation des Dampfanteils gewonnen werden kann, ist under anderem von der Rücklauftemperatur abhängig, mit der das System arbeitet. Je niedriger sie liegt, desto besser der Wirkungsgrad.
Moderne Heizsysteme arbeiten grundsätzlich mit niedrigeren Vor- und Rücklauftemperaturen. Den Verlauf dieser beiden Temperaturwerte über die Heizarbeit eines Tages hinweg nennt man Heizkurve. Liegt die Rücklauftemperatur immer unter kanpp 60 Grad, dann läßt sich der Kondensationseffekt auch immer nutzen.
Solche optimalen Bedingungen sind heute in sehr aufwendig gedämmten Neubauten zu finden. Aber auch bei üblichen Dämmungen mit Doppelverglasung und verringerten Lüftungsverlusten erreichen Brennwertanlagen Normnutzungsgrade bis zu 109 Prozent.







Apropos Nutzungsgrad. Wie kommen denn 109, 110 oder gar 111 Prozent zustande? Mehr als 100 % geht doch eigentlich nicht. Doch, das geht schon. Die zusätzlichen Prozente berechnen sich auf den Heizwert des Brennstoffs, der mit 100 % angegeben ist. Gas-Brennwertkessel nutzen nicht nur den Heizwert des Brennstoffs, sondern auch die Kondensations- wärme des Wasserdampfs. Deshalb kann der Wirkungsgrad - bezogen auf den Heizwert - die Grenze von 100 % überschreiten.



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